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Buenos Aires

 

30.08.10

 

Die Runde ist beendet, wir sind wieder in Buenos Aires, dem Ausgangspunkt unserer Südamerikareise.

 

Wir kamen gestern Nacht mit dem Buquebus, der Fähre hier an.

Der erste Schreck am Morgen, dummerweise hatte ich beim Zoll unsere Mappe mit allen wichtigen Papieren liegenlassen. Gott sei Dank bekamen wir sie schnell wieder.

Abends haben wir uns dann endlich wieder mit Kathi und Michael getroffen. Schön sie wieder zu sehen. Zur Feier des Tages gingen wir Essen. Wir gönnten uns eine normale argentinische Portion (400 gr.) feinstes Rindfleisch und ein gutes Bier. Wir hatten uns viel zu erzählen und es wurde ein sehr schöner Abend.

 

Nach einem ausgiebigen Frühstücksbrunch gingen wir zu Grimaldi, um die Heimreise für MAX zu organisieren. Dort bot uns der "freundliche" Herr Schapavaloff einen Broker an, der die Angelegenheiten im Hafen für uns regeln würde. Wir lehnten ab und wollten es wie bei der Einreise alleine probieren, obwohl man uns davon abriet, weil es zu schwierig sei und viel Zeit in Anspruch nehmen würde. JaJa, diese Sprüche haben wir  vor einem Jahr schon mal gehört...

 

Danach fuhren wir gleich zum Hafen, dort mussten wir zuerst zur EMBA, dem Zoll. Der zuständige Zöllner war ganz nett und schrieb uns einen Zettel mit den Dokumenten die wir für die Ausfuhr brauchen. Wir hatten alle Schriftstücke beisammen, nur eine notariel beglaubigte Passkopie fehlte uns. Wir mussten also noch einmal los, um uns eine solche zu besorgen.

 

Am nächsten Morgen gingen wir schon früh in den Hafen, um alles zu erledigen. Zuerst zum Zoll, dann zur Kasse, um die Hafengebühren zu bezahlen, schon waren wir fertig. (Die Hafengebühren waren übrigens 100 US$ günstiger, als sie uns Herr Schappaloff veranschlagt hätte.) Danach gingen wir gleich wieder zurück zur Grimaldioffice. Dort trafen wir einen sichtlich enttäuschten und jetzt ziemlich unfreundlichen Herrn Schapavaloff. Wir bezahlten noch die Gebühren für Grimaldi und hatten es geschafft.

Man kann es an einem Tag leicht erledigen, wenn man früh aufsteht und alle nötigen Papiere dabei hat. Alles kein Problem..... Und wir haben uns dadurch insgesammt 500 US $ (Kosten für Broker und günstigere Hafengebühren) gespart.

 

 

Im Hafen hatten wir noch ein für Südamerika, speziell für Argentinien typisches Erlebnis:

 

Draussen war es nass und kalt, wir standen in der Schlange, zwischen entspannten, freundlich lachenden und miteinander scherzenden LKW-Fahrern, denen es nichts ausmachte wieder einmal länger auf die Abfertigung warten zu müssen. Plötzlich kam von draußen ein Security Mann herein, er war nass und durchgefroren, aber trotzdem guter Laune. Als er Jakob sah, ging er hin, streichelte mit der Hand durch sein Haar und ging wieder, ohne ein Wort zu sagen. Nach kurzer Zeit kam er zurück, schenkte Jakob einen Schokoriegel, den er eigens aus einem Automaten gezogen hatte und sorgte dann dafür, dass wir sofort an einen Schalter durften.

Eine Situation, wie sie uns auf unsere Reise so oft passiert ist. Hier haben Kinder und Familien eben noch einen sehr hohen Stellenwert.

 

 

 

Zurück am MAX fuhren wir nach San Fernado, Michael und Kathi hatten dort einen schönen Parkplatz am Fluß, mit Toiletten und WiFi gefunden. Bewacht von Polizei, Sicherheitsdienst und Prefectura fühlten wir uns dort mehr als sicher. Der Wettergott war uns auch wohl gesonnen und ließ die Sonne scheinen.

Unter der Woche waren wir fast allein, nur ein paar Angler und Liebespärchen kaman an den Fluß. Am Wochenende war war den mehr los, da ein Speedboatrennen auf dem Fluß ausgetragen wurde. Abends kamen dann noch zufällig zwei Mitglieder des Landrover Clubs Argentinien vorbei und improvisierten eine kleine Stehpartie.

 

Wir verbrachten zwei Tage auf dem Gelände eines großen Baumarktes. Wir um MAX seetüchtig und es den Langfingern an Bord und in den Hafen möglichst schwer zu machen, ins Innere des Autos vorzudringen und unsere Freunde bauten sich noch ein Bett in den Landi, um im windgebeutelten Patagonien im Auto schlafen zu können, ohne das Aufstelldach verwenden zu müssen.

 

Nach fast einer Woche trennten wir uns dann endgültig von den Beiden.  Leider, es war wieder eine sehr schöne Zeit, die wir mit ihnen verbracht hatten und ein schöner Abschlus unserer Reise.

 

Wir mussten erst MAX im Hafen abliefern und uns dann eine Unterkunft für den Rest der Zeit suchen. Als wir am Hafen waren, fingen zwei Zöllner noch fast zu streiten an wegen uns. Der eine wollte MAX durch den Scanner schicken und machte den entsprechenden Vermerk in unseren Papieren. Als dies der Andere mitbekam, war er ganz entrüstet. Wir seien deutsche Touristen, da passiert doch nichts. Ausserdem kämen wir zur Ausreise und hätten kaum unser Auto mit Drogen vollgepackt. Als der erste dann erfuhr, dass wir auch noch ein kleines Kind dabei haben, tat ihm seine voreillige Entscheidung leid und wollte es dadurch gutmachen, dass er uns an der langen LKW-Schlange vorbei lotste und wir so keine drei Stunden auf unseren Scannertermin warten mussten. 

Danach fuhren wir MAX in das abgesicherte Depot im Hafengelände, machten ein letztes Bild von ihm in Südamerika und fuhren mit dem Taxi in ein Hostel in San Telmo.

 

In Buenos Aires verbrachten wir die letzen Tage mit Shoppen, Däumchendrehen und Warten...

Im Hostel genossen wir die den Luxus den wir manchmal vermissten, Wasser aus dem Hahn, jeden Tag eine warme Dusche und ein gemachtes Frühstück...

Aber schon nach zwei Tagen stellte sich das Gefühl ein, das wir nach hause möchten, nach hause in unseren MAX. Ein Jahr lebten wir im MAX, lebten auf weniger als 6 m², aber wir waren dort daheim, es fehlte uns eigentlich an nichts....

 

Man hört und liest immer, je weniger man hat, desto glücklicher ist man.

Und es stimmt, zumindest bei uns. Es ist richtig erleichternd, nicht mehr dem (vielleicht unbewussten) Druck ausgesetzt zu sein, den neuesten Fehrnseher, Handy, Computer etc. haben zu müssen. Wir sind froh, diese Erfahrung gemacht zu haben und hoffen, auch daheim dem Konsumrausch und Werbedruck noch eine Weile widerstehen zu können.

 

Am 16.09.10, um 20.50 Uhr stiegen wir in unser Flugzeug, das wir wohlbehalten in Deutschland  wieder verliesen.