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Ecuador

 

30.03.10

 

Der Grenzübertritt verlief ziemlich unkompliziert. In Ecuador ging die schlechte Piste erst einmal weiter, um dann noch schlechter zu werden. Unterwegs gabelten wir zwei Frauen auf. Sie wollten zuerst nur 20 km bis nach Zumbe mitfahren, um von dort mit dem Bus weiter nach Loja zu fahren. Da wir die gleiche Strecke fuhren, boten wir an, sie bis nach Vilcabamba mitzunehmen. Wir gingen für die 150 km von fünf Stunden Fahrzeit aus. Da die Piste immer besser wurde sah es auch ganz so aus, als ob wir es bis zum späten Nachmittag schaffen würden. Leider war dann plötzlich die Straße aufgrund einer Baustelle gesperrt und wir mussten zwei Stunden warten bis wir weiterfahren konnten.

Hätten wir die Frauen nicht dabei gehabt, wären wir irgendwo stehen geblieben und hätten übernachtet. So aber mussten wir in der Dunkelheit weiterfahren und zu allem Übel wurde die Piste nach der Baustelle auch wieder sehr schlecht.

Gegen 22.00 Uhr kamen wir völlig fertig in der Hosteria Izhcayluma an. Wir gingen gleich in die Bar und genehmigten uns ein paar Drinks. Bei dieser Gelegenheit lernten wir Silke und Timo aus dem Bodenseeraum kennen, die mit dem Rucksack ein Jahr lang durch die Welt reisen. Es wurde ein sehr netter Abend und gegen 03.00 Uhr gingen wir dann ins Bett.

 

31.- 03.03.10

 

Die ersten Tage verbrachten wir mit den Beiden. Es war dann richtig schade, als sie nach zwei Tagen weiter reisten mussten, weil das Hostal ausgebucht war.

 

Ansonsten ließen wir es uns im „Tal der Hundertjährigen“ richtig gut gehen. Wir aßen Currywurst mit Pommes, Gulasch und Geschnetzeltes mit Spätzle. Tranken Literweise das Mineralwasser, dass den Menschen hier angeblich zu ihrem biblischem Alter verhilft und ließen uns massieren oder lagen am Pool. Die Abende verbrachten wir in der Bar.

Es ist eine tolle Anlage, die die beiden Monheimer Dieter und Peter hier aufgebaut haben, genau das richtige um Urlaub von der Reise zu machen.

 

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04.-05.04.10

 

Wir wollen uns in drei Tagen mit Kerstin und Roman in Puyo treffen. Eigentlich wollten sie auf die Galapagos Inseln fahren, aber sie hatten Probleme mit ihren Getriebe und die Reparatur brachte ihren Zeitplan durcheinander. Pech für sie, Glück für uns. So können wir uns doch noch einmal in Südamerika treffen. Allerdings ist das Zeitfenster sehr klein, weil sie bald umkehren und zurück nach Argentinien fahren müssen.

Wir waren uns deshalb noch nicht sicher, welche Straße wir nehmen sollten. Die Fahrt übers Hochland, die zwar kilometermäßig länger wäre, aber durchgehend geteert ist oder die Strecke durch den Dschungel, die uns mehr interessieren würde. Laut Reiseführer ist diese aber im katastrophalen Zustand, laut Dieter angeblich durchgehend geteert, er sei sie aber noch nicht gefahren. Wir entschlossen uns trotz der Unsicherheit für die Dschungelroute.

Das erste Teilstück war sehr gut, aber dann wurde es immer schlechter und irgendwann begann es eine steinige matschige teilweise einspurige Piste zu werden und wir bedauerten unser Entscheidung schon sehr, als nach ca. 80 km wieder eine perfekte neue Teerstraße begann. Wir schafften es dann doch in zwei Tagen nach Puyo.

 

 

06.04.10

 

Puyo ist keine schöne Stadt, aber es gibt trotzdem ein paar interessante Sachen zu sehen.

Wir besuchten Omaere Etno-Botánico, einen Park in dem drei Frauen vor fast 20 Jahren begonnen haben einen primär Regenwald aufzuforsten um so die Artenvielfalt des Regenwaldes zu schützen. Wir hatten Glück und es waren gerade zwei Ethno-Botaniker aus Frankreich und aus Deutschland da. Die beiden führten uns durch den Wald, erklärten uns die Lebensweise und Riten der Ureinwohner und zeigten uns viele Nutz- und Heilpflanzen z.B. eine Pflanze die angeblich gegen alle in der Region vorkommenden Giftschlangenbisse helfen soll. Auf die Frage, ob sie im Fall des Falles zu einem Arzt oder einem Heiler gehen würden, antworteten beide zuerst zu dem Heiler und wenn der nicht hilft zum Arzt.

 

07.-08.04.10

 

Gestern Abend erfuhren wir, dass die beiden Schweizer doch schon vor uns in Puyo waren und gleich weiter nach Mishaualli, einem kleinem Dorf am Rio Napo gefahren waren.

Wir wollten sowieso auch dorthin, weil wir geplant hatten von hier aus mit dem Faltboot ein paar Tage in den Urwald zu paddeln. Leider machte uns ein Hochwasser einen Strich durch die Rechnung. Es hatte auch in Misahualli seine Spuren hinterlassen, auf der Uferpromenade und in den angrenzenden Häuser lag zentimeterdick Sand und Schlamm und Einwohner waren gerade dabei, die Schäden zu beseitigen.

Kerstin und Roman wären auch bei nahe Opfer der Fluten geworden. Sie hatten ihren Nissan am Ufer geparkt und wollten in einem nahen Hostel übernachten. Davor gingen sie aber noch bis Mitternacht in eine Kneipe. Durch Zufall lernten sie dort einen deutschen Hostelbesitzer kennen und übernachteten bei ihm. Gegen 01.00 Uhr schwemmte der angeschwollene Fluss die Bar weg und der Parkplatz und das Hostal standen Unterwasser.

Da hatten sie noch einmal richtig Glück.

 

Aber so konnten wir unser Wiedersehen in einem Restaurant gebührend feiern.

 

Wir machten gemeinsam einen Ausflug in ein nahegelegenes Dorf der Huaorani- Indianern. Einige der Frauen aus dem Dorf haben eine Organisation aufgebaut, die den Touristen das Leben der „Eingeborenen“ zeigen und Verständnis dafür wecken soll, dass sie so leben wollen wie sie es gewohnt sind.

Leider hatte das Hochwasser auch hier große Schäden angerichtet, ihre Felder und Hütten waren überschwemmt und auf den traurigen Gesichtern der Menschen war zu lesen, wie nahe es ihnen ging.

Aber sie resignierten nicht, drei Tage nach der Katastrophe hatte sie schon wieder Teile der Hütten aufgebaut und die Frauen machten trotzdem weiter mit ihrem Projekt.

Es war ein sehr schöner, aber auch anstrengender Tag. Wir halfen bei der Maniokernte und pflanzten Bananensetzlinge, danach grillten wir Fisch in Blättern und die Frauen zeigten uns wie man aus bestimmten Palmblättern Körbe flechtet.

 

09.-10.04.10

 

Gemeinsam fuhren wir weiter nach Quito, mühsam quälte sich MAX die fast 4000 Höhenmeter hoch. Der knappe Sauerstoffgehalt in der Luft und der schlechte Diesel schlagen sich spürbar auf die Leistung nieder. Aber zu guter Letzt schafften wir es dann doch.

 

Von einem Taxi ließen wir uns am nächsten Tag in die Innenstadt zu der Statue der Virgin de Quito fahren. Während der Fahrt zeigte der Fahrer schon reges Interesse an meinem Fotoapparat . Angeblich sei er nebenbei auch Fotograf, hätte eine sehr sehr gute Kamera und und und... Er kenne außerdem jemanden, der Ersatz für mein defektes Objektiv habe, den er gleich einmal anrufen würde.

Wir dachten uns noch nichts dabei, er war halt auch bloß einer der zahlreichen „wichtigtuerischen „

Taxifahrer.

 

Am Monument angekommen, fielen uns gleich zwei herumlungernde Jugendliche auf, die uns ,angestrengt unauffällig, beobachteten. Wir achteten also noch mehr auf unser Hab und Gut.

Nach einiger Zeit kam der Taxifahrer hinter uns her geschlendert und fragte Kerstin, ob er nicht einmal ein Bild mit ihrem Fotoapparat machen dürfte, er sei ja Fotograf und so. Aber er stellte sich dann sehr dumm an. Er konnte das Gerät nicht einmal einschalten, geschweige den richtig halten. Als dann auch noch die beiden Jugendlichen in unsere Richtung geschlendert kamen, schnappte sich Kerstin die Kamera sofort wieder und drehte sich gerade noch rechtzeitig weg, bevor sie sie ihr aus der Hand reißen konnten.

 

Kerstin, Roman und ich sind Polizisten, aber der Taxifahrer hatte es doch fast geschafft uns hinters Licht zuführen, obwohl wir berufsbedingt vielleicht mehr auf der Hut sind als andere. Das hätten wir ehrlich gesagt nicht gedacht.

 

In Quito trennten sich unsere Wege dann endgültig. Die Romänner, so hat Jakob sie getauft, müssen hier umdrehen und fahren zurück nach Argentinien und wir fahren weiter nach Kolumbien. Wir haben lange überlegt, aber alle uns entgegenkommenden Reisenden haben so davon geschwärmt, dass wir nun entschieden haben hinzufahren.

 

11.04.10

 

Wir überquerten heute den Äquator, ab jetzt sind wir wieder auf der Nordhalbkugel unterwegs.

Da wir an einem Äquatordenkmal ziemlich viel Zeit verbrachten kamen wir erst abends an der Ecuadorianisch/Kolumbianischen Grenze an und verbrachten deshalb die Nacht davor.